Praxis Gräser

Irmin Gräser
- Chirurg -

Wendalinusstrasse 5-7
66606 St. Wendel

Tel.: 0 68 51 / 86 98 80
Fax: 0 68 51 / 86 9778



Wirbelsäulenkathetertechnik
nach Professor RACZ

Mit der minimalinvasiven epiduralen Kathetertechnik können die meisten der bisher herkömmlichen Bandscheibenoperationen vermieden werden. Während die eigentliche Wirbelsäulenoperation für den Patienten doch einen stark belastenden Eingriff darstellt, mit vergleichsweise langen Genesungszeiten, ist er bereits kurz nach der unblutigen Katheterbehandlung wieder auf den Beinen. Der wesentliche Unterschied dieser Behandlungsmethode liegt in der speziell entwickelten Technik des elastischen Katheters, der mit einer kleinen Sonde ausgestattet ist.

Die Wirbelsäulenkathetertechnik ist angezeigt bei Patienten mit starken Schmerzen

  • Durch Bandscheibenvorwölbung oder -vorfall,
  • Bei chronisch starken Schmerzen und Nervenwurzelreizungen
  • Sowie bei Wirbelgelenkverschleiß

Darüber hinaus können auch Patienten bei denen eine vorangegangene Operation zu Narbenbildung und Verwachsungen und damit zu erneuten Beschwerden geführt hat, auf völlige Beschwerdebesserung hoffen. Der Eingriff erfolgt in Lokalanästhesie und wird durch einen Anästhesisten überwacht. Eine Vollnarkose ist nicht erforderlich, somit gibt es auch keine Beschränkung in Bezug auf das Alter des Patienten oder eventuelle Vorerkrankungen.

Unter sterilsten Bedingungen wird die Katheterführungsnadel zielgenau platziert. Nun wird der extrem biegsame, kaum 2mm starke Katheter in den Wirbelkanal eingeführt. Unter Röntgenkontrolle wird er dann genau bis zu der betroffenen Bandscheibe vorgeschoben. Durch die Injektion verschiedener Medikamente wird eine Abschwellung und Entwässerung des störenden Gewebes erreicht, wodurch die Nervenwurzel entlastet wird. Vernarbungen und Verklebungen werden gelöst, Entzündungen bilden sich zurück, der Schmerz wird zielgenau bekämpft.

Der gesamte Eingriff dauert nur cirka 30 Minuten. Schon eine Stunde nach der Behandlung kann der Patient aufstehen und umhergehen. Der Stationäre Aufenthalt dauert nur 3-4 Tage. In dieser Zeit erhält der Patient über den Katheter noch weitere Injektionen, um ein optimales Behandlungsergebnis zu erzielen.

Eine abgestimmte Physiotherapie sollte nach dem Eingriff erfolgen. Leichte körperliche Arbeiten können nach 1 bis 2 Wochen wieder aufgenommen werden, nach weiteren zwei Wochen können selbst sportliche Aktivitäten wieder ausgeübt werden - undenkbar nach einer offenen Wirbelsäulen OP. Für die Kathetermethode sprechen aber nicht nur die geringe Belastung des Patienten während und nach dem Eingriff, sondern vor allem die Langzeiterfolge. In der internationalen Literatur wird eine Erfolgsquote von über 85% angegeben, die wir durch mittlerweile mehr als 2000 eigene Eingriffe nur bestätigen können.


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